Jetzt war es so weit, Marions Weihnachtsüberraschung einzulösen. Unser USA-Abenteuer startete am Freitag, dem 20.05. um fünf Uhr morgens. Zusammen mit Sandra frühstückten wir und kurz nach sechs fuhren wir zum Flughafen Düsseldorf. Wir sind mit Sandras Auto gefahren weil wir darin am meisten Platz hatten. Bruce hatte schon am Tag zuvor gemerkt, das was im Busch ist und war der erste im Auto. Wir kamen gut durch und so waren wir um halb acht am Flughafen. Mein Versuch eines online Check in war am Tag vorher nur halb erfolgreich gewesen. Bei Marions Check in stand „bitte am Schalter melden“. Aber am Schalter gab es dann keine Probleme.
Unsere Reise brauchte einiges an Vorbereitung. Die Mindmap verdeutlicht das.

Am Donnerstag morgen stand ein Coronatest an, der unsere Pläne zunichte gemacht hätte, wenn einer von uns positiv gewesen wäre. Auf der Arbeit hatte ich die letzen Tage ziemlich Stress weil meinen Kollegen jetzt plötzlich einfiel das die Konstruktion für einem Monat geschlossen ist.
Aber zurück zum Flug. Wir hatten einen Zubringerflug von Düsseldorf nach München. In einem Anflug von geistiger Umnachtung oder einfach weil ich zu wenig Erfahrung hatte, habe ich nicht widersprochen als unser Reiseveranstalter mir den Reiseplan sendete. München liegt eigentlich in der entgegengesetzten Richtung wenn man von Lindlar in die USA will. Düsseldorf hatte ich damals gewählt weil ich dachte, daß von dort auch Flüge in die USA starten. Unser Stresslevel sollte aber noch ungeahnte Höhen erreichen. Der Flieger kam mit 10 Minuten Verspätung in Düsseldorf an. Wegen zu hohem Verkehrsaufkommen mussten wir dann nochmal 45 Minuten im Flieger warten. Damit war eigentlich schon klar das unsere Maschine in München nicht mehr zu erreichen war. Es stellte sich aber heraus, daß sie auf uns wartete. Wir erfuhren das aber erst im Landeanflug und bis dahin hatte ich mit einer Nacht in München gerechnet. Kennt jemand den Flughafen München? Der ist nicht sooo klein und man sagte uns das wir auf schnellsten Weg zu Gate C26 gehen sollten. Was uns keiner sagte war das Gate C26 in Terminal 1 ist und wir an Terminal 2 gelandet waren. Der Zeitplan gab uns 20 Minuten. Wir brauchten 30 und fanden nach einigen Fehlversuchen, total verschwitzt, das Gate. Das Bild von der Anzeigetafel habe ich um 13.09 Uhr aufgenommen. Der Plan war — Boarding um 12:50 wie die Anzeige sagt. Glücklicher Weise ging es wieder erst 25 Minuten später los. Wir flogen jetzt auch nicht mehr mit Lufthansa, sondern mit Finnair. C ´est la vie, Hauptsache es ging nach Las Vegas. Zumindest auf dem Hinflug wurde es für uns einmal nicht dunkel weil wir mit der Erdrehung geflogen sind.



Kurz vor 16 Uhr Ortszeit landeten wir in Las Vegas. Die Zollkontrolle war problemlos und wir nahmen uns ein Taxi um zu unserem Hotel zu fahren. Das Mardi Gras Hotel liegt auf einer Parallelstraße zum Las Vegas Strip. Auch dort war der Check-in schnell erledigt. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg auf den Strip. Um zehn war aber Schluss für uns. Der Flug war doch ganz schön anstrengend.











Am zweiten Tag in Las Vegas haben wir das Wohnmobil bei Cruise America in Henderson abgeholt. Vorher haben wir im Hotel gut gefrühstückt und dann den Verleiher angerufen. Es war noch nicht ganz klar wie wir zu ihm kommen sollten. Eigentlich war ein Shuttleservice gebucht. Letzten Endes sind wir mit dem Taxi gefahren und bekamen die Rechnung erstattet. Unsere Amerikanische SIM-Karte hat dabei schon gute Dienste geleistet. Die Fahrzeugüberhahme war problemlos und so ging unsere erste Fahrt zu Walmart um erst mal einzukaufen. Das Bild ist dort auf dem Parkplatz gemacht. Im Wohnmobil war schon das wichtigste an Geschirr und Besteck. Cruise Amerika lässt in den Fahrzeugen was andere Kunden zurückgelassen haben. So brauchten wir nur noch zwei Campingstühle, Toilettenchemie und Essen und Trinken.

Von Walmart fuhren wir zurück nach Vegas. Den ersten Stellplatz hatte ich schon von Deutschland aus reserviert. Es war der RV-Campground von Circus Circus. Las Vegas besteht aus Beton, Teer und Steinen. Wirklich selten gibt es was grünes. Auch der Campground machte da keine Ausnahme. Aber wir hatten Glück. An der Stelle, an der wir standen, gab es ein paar Palmen und Stäucher. Sie, und das hohe Parkhaus dahinter, spendeten uns etwas Schatten. Die Hitze tagsüber ist wirklich nicht zu unterschätzen. Man hat die Wahl zwischen dem lauten Brummen der Klimaanlage oder schwitzen. Irgendwann entscheidet sich jeder für das Brummen.


Abends gingen wir nochmal auf den Strip. Diesmal ausgeschlafen und mit dem festen Ziel die Wasserspiele vor dem Bellagio zu sehen. Circus Circus liegt ja schon am Strip und wir gingen auch gleich mal durch. Im Prinzip bietet jedes große Hotel das gleiche. Spielkasino, Ladenstraße und Restaurants. Im Circus Circus kam noch Adventure Land dazu, eine Art Indoorkirmes. Anschließend waren wir im Venetain. Die Decke dort war ja schon oft im Fernsehen und ich muss sagen, man muss schon zweimal hinsehen um zu glauben, daß man nicht im Freien ist. Ich war noch nicht in Venedig, aber ich glaube so sauber wie im Venetain ist es nicht. Wir haben dort eine Pizza gegessen und uns glatt verlaufen.
Wieder im Freien kamen wir gerade richtig um die Volcano Show des Mirage zu erleben. Den Strip weiter rauf kamen wir dann zu unserem Ziel. Ich hatte befürchtet nur aus der zweiten Reihe was zu sehen, aber wenn man nicht genau mittig stehen wollte, konnte man dafür ganz vorne sein. Die Wasserspiele und alles in Vegas waren sehr beeindruckend. Alles ist in Wahrheit noch größer als ich mir es vorgestellt hatte. Die Leute sind freundlich, auch wenn die Wachleute in jedem Laden vermuten lassen, daß auch genug Kriminelle unterwegs sind. Für zwei Tage fanden Marion und ich es sehr sehenswert. Aber wir freuten uns auch schon auf die Fahrt ins Valley of Fire am nächsten Morgen.











