Die Strecke nach San Diego hatten wir uns in drei Etappen aufgeteilt. Nach unserer Wanderung am Grand Canyon sind wir noch bis Havasu gefahren. Das ist eine Kleinstadt am Lake Havasu, einem Stausee des Colorado Rivers. Weiter wollten wir an dem Tag nicht mehr fahren. Auf dem Weg fährt man durch eine weite Ebene in der Gegend von Seligman. Dort queren immer mal wieder kleine Windhosen die Fahrbahn. Weil Marion gerade einen Lastwagen überholte hat sie sie nicht kommen sehen. Normalerweise bremst man etwas oder gibt Gas, so daß die Windhose vorbeizieht ohne einen zu erwischen. Unser Wohnmobil wurde ganz schön durchgerüttelt und wir sind ins schlingern geraten. Aber Marion konnte es wieder abfangen. Der Abschnitt des Freeways ist übrigens ein Teil der Route 66. Der State Park Campground in Havasu ist direkt am Wasser und ich war sogar mal im See.


Man hätte durchaus einen Tag in Havasu verbringen können, aber wir fuhren weiter. Unser zweiter Stop hieß Joshua Tree Park. Die Fahrt dorthin verlief diesmal ohne Zwischenfälle. Man fährt quer durch die Wüste und das mit 55 Meilen/h. Mitten in der Wüste kommt ein Stoppschild. Dort kreuzen sich die Strecken durch die Wüste, sonst ging es immer gerade aus. Unser KOA-Campground in Desert Edge hatten wir schon von Havasu aus klar gemacht. Die Klimaanlage machte die Fahrt erträglich. In Desert Edge waren es die Temperaturen nicht. Wir mussten im Wohnmobil ausharren bis die Sonne unter gegangen war. Unsere Wanderung durch den Joshua Tree Park fiel damit aus. Der Campingplatz war aber gut und sauber. Das Bild ist vom Frühstück um 7 Uhr. Leider schlug die Hitze bei Marion auf den Magen.

Das änderte auch unsere Pläne für San Diego. Wir fuhren erst mal in den Zoo statt zum Whale watching. Der Zoo von San Diego ist sehr schön angelegt. Was die Größe und Artenvielfalt angeht, kann er nicht mit Burgers Zoo mithalten. Da sich Marion am Abend noch immer nicht gut fühlte, verwarfen wir das Whale watching ganz. Wir fuhren statt dessen ein wenig durch San Diego und dann in Richtung Los Angeles bis nach Oceanside. Dort campten wir das erste mal wild. Jetzt sitzen wir bei Starbucks, trinken Kaffee und ich kann diesen Bericht schreiben. Marion fühlt sich besser, LA kann kommen.

