USA – Yosemite

Vom 06.06. bis 09.06 hatten wir eine day use permit, was bedeutete das wir über Nacht den Yosemite wieder verlassen mussten. Als erstes fuhren wir ins Yosemite Valley. Da dort die meisten bekannten Sehenswürdigkeiten sind, macht das die Mehrheit der Besucher so. Für vieles andere hätte man eine wilderness permit benötigt. Es gab auch eine overnight permit wenn man einen Platz auf einem Campingplatz ergattert hatte, im Hotel oder einer der Lodges wohnte. Im Tal war reges Treiben, ein wenig erinnerte das schon an Domburg. Es gibt Shuttlebusse, die durch das Tal fahren und einen zu den Attraktion fahren, wenn man nicht laufen will. Natürlich versuchten wir doch noch einen Platz auf einem der Campingplätze zu bekommen, aber alles war ausgebucht. Es macht keinen Sinn die Plätze abzuklappern. Man kann sich nur online um eine Reservierung bemühen. Nachdem wir einen Parkplatz bekommen hatten, haben wir uns dazu entschieden zum Vernal Fall zu wandern. Laut Info ein 3 Miles Roundtrip von 2-4 Stunden. Überlesen haben wir das es 1000 Fuß Höhenunterschied sind. Auf halber Strecke konnte Marion nicht mehr und war damit nicht die einzige. Ich bin dann alleine weiter. Der Wasserfall ist wirklich beeindruckend, auch wenn man durch die Gischt ziemlich nass wird.

Für die Nacht wollten wir den kürzesten Weg aus dem Park nehmen. Deshalb fuhren wir nicht zurück zum Campground Sweetwater, sondern nach El Portal. Gleich vor dem Ortseingang bemerkten wir einige Wohnmobile und wir stellten uns einfach dazu. Wir parkten quasi direkt am Fluß, nur durch ein paar Felsen von den Stromschnellen getrennt. Wir fanden eine geschützte Stelle, an der wir sogar baden konnten. Abends haben wir uns mit den Campingstühlen in die Felsen gesetzt und den Sonnenuntergang genossen. Die Familie aus dem Nachbarmobil machte es nicht anders. Ein junges Pärchen kam erst bei Dunkelheit dazu und er kletterte mit Stirnlampe durch die Felsen. Da uns die Stelle gut gefiel, übernachteten wir auch die zweite Nacht dort. Als ich morgens unsere Kaffeemaschine am Fluß ausspülen wollte entdeckte ich eine Klapperschlange. Genau da, wo ich am Abend nur mit Badehose, zig mal die Böschung rauf und runter gegangen war, nur ca. einen Meter vor unserer Tür. Das machte den Platz schlagartig unattraktiv. Wir schrieben den Nachbarn noch eine Warnung und frühstückten woanders.

Am zweiten Tag im Park wollte Marion nichts mehr mit Steigung. Es gibt einen Wanderweg durch das Tal und den sind wir gewandert. Am Ende waren es stattliche 24 km. Wir haben tolle Aussichten genossen, sind um El Capitan herum gelaufen, wo man Bergsteiger beobachten konnte und haben uns auch mal im Fluß abgekühlt.

Der dritte Tag in Yosemite stand im Zeichen der Sequoia Trees. Wir fuhren nach Wawona und wanderten dort durch den Mariposa grove. Die riesigen Bäume sind wirklich sehr beeindruckend. Im Bericht über unseren Aufenthalt im Sequoia Nationalpark schreibe ich noch mehr dazu. Übernachten wollten wir diesmal in Fresno. Auf dem Weg aßen wir Burger in einem Frosties Imbiss. Die sind aufgemacht wie in den 50ern. In Fresno fanden wir heraus, daß es dort nichts wirklich sehenswertes gibt. Bei Macy´s gab es wenigstens gutes WLAN und bei Walmart konnten wir uns neu versorgen. Übernachtet haben wir am Straßenrand neben einer der vielen Orangenplantagen in der Umgebung. Der Tag war schon brütend heiß gewesen und die Nacht brachte kaum Abkühlung. Ein Mann erzählte uns, dass der nächste Tag noch heißer werden sollte. Deshalb brachen wir früh in Richtung Sequoia Nationalpark auf.

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