USA – Rückflug und Fazit

Am dritten Tag in Vegas war es soweit. Die Rückgabe des Wohnmobils und der Rückflug standen an. Schon am Abend zuvor hatte ich uns online eingecheckt und den Anschlußflug nach Düsseldorf aus der Buchung entfernt. Wir wollten statt dessen lieber mit dem ICE von Frankfurt nach Siegburg fahren. Der Anschlußflug wäre erst um halb sechs abends gewesen und wir sollten vor drei Uhr Nachmittags in Frankfurt landen. Am Check-in im Flughafen mussten wir dann nochmal darauf hinweisen, sonst wären unsere Koffer doch nach Düsseldorf geflogen. Letzten Endes hat aber alles gut geklappt. Wie schon beim Hinflug starteten wir mit ordentlich Verspätung. Den größten Teil davon konnten wir während des Flugs wieder aufholen.

wo Licht ist, gibt es auch Schatten

Leider war ja der erste Teil unserer Tour durch unsere Magen-Darm Erkrankung gehandicapt. Aber auch so sind wir uns einig, ohne Sightseeing in den großen Städten einen schöneren Urlaub gehabt zu haben. Der enorme Verkehr und die problematische Parkplatzsuche mit dem Wohnmobil vermiesten uns die Städte etwas. Da Walmart und Co. als Möglichkeit zum Übernachten entfielen (siehe Bericht über SF), hatten wir immer das Problem der Übernachtung im Hinterkopf wenn wir in den Städten unterwegs waren.

Die Fahrt über den Highway 1 entlang der Küste war zusätzlich zu unseren Problemen durch die Magen-Darm, durch viel Trubel gekennzeichnet. Als wir dort unterwegs waren, war gerade das Memorialday-Wochenende. Der Montag war ein Feiertag und den nutzen natürlich viele für einen Kurzurlaub, entsprechend überlaufen war alles. Wenn man kroatische Küstenstraßen kennt, relativiert sich auch die Begeisterung für den Highway 1, der teilweise einfach nur eine Autobahn an der Küste ist.

Vom Reiseveranstalter Fairflight hatte ich mir mehr versprochen. Verglichen mit einer selbst organisierten Tour kam da zu wenig. Ich musste mich doch selbst um den Transfer zur Wohnmobilvermietung kümmern und die Beratung zu den Flugmöglichkeiten war schlecht. Ich hatte zwar Düsseldorf als Abflughafen genannt, aber ein guter Reiseveranstalter hätte darauf hingewiesen, daß es von dort keine Direktflüge gibt und wir besser von Frankfurt oder Amsterdam aus fliegen. Uns mit einem Zubringerflug von Düsseldorf nach München zu bringen erwies sich für uns als sehr stressig. Besonders da der Zubringer mehr als 1,5 Stunden Verspätung hatte und wir damit unseren Flug von München aus verpasst hätten. Erst fünf Minuten vor der Landung haben wir erfahren, daß er auf uns wartet. Dazu kam ein kleiner Marathonlauf in München um von Terminal 3 zu Terminal 1 zu kommen.

schöne Erlebnisse

So, jetzt aber zu den schönen Erfahrungen. Wir hatten keine Begegnungen mit unfreundlichen oder gar aggressiven Amerikanern. Die Wohnmobilvermietung Cruise Amerika war professionell. Die Qualität des Wohnmobilaufbaus ist zwar nicht mit der von unserem eigenen vergleichbar, aber sie hat ihren Dienst getan. Das Basisfahrzeug, ein Ford E350 Super Duty hat zuverlässig seinen Job gemacht. Keine Ahnung wofür die 350 steht, denn der Motor hatte stattliche 6,8 L Hubraum und 305 PS. Das Navigieren mit Hilfe von Google-Maps war problemlos. Ich rate aber zu einer SIM-Karte von AT&T. Unsere Karte von T-Mobile hatte in der Wüste und den Nationalparks oft kein Netz. Zu unseren Vorräten gehörten auch immer viele Flaschen mit Trinkwasser. Das Leitungswasser ist nicht zum Trinken geeignet. Aus meiner Sicht eine riesige Verschwendung und Umweltverschmutzung. Die Flaschen haben wir oft genug in der Landschaft liegen sehen. Anders als in Europa ist die Entsorgung des Brauchwassers gelöst. Zu jedem Wohnmobil gehört ein Schlauch mit dem man es an eine Grube anschleißen kann, sofern der Campingplatz das anbietet. Ausser auf den einfachen staatlichen Plätzen wurde das aber immer angeboten. Jedes Wohnmobil hat dazu einen Blackwatertank (Fäkalien) und einen Graywatertank (Dusch- und Spülwasser). Über einfache Schieber wurden wie geöffnet wenn der Schlauch angeschlossen ist. Wenn man noch Wasser und Strom anschließt, wie im Bild, nennt man das Full hooked up.

Die meisten schönen Erlebnisse sind ja schon beschrieben. Deshalb beschränke ich mich hier nur noch auf weitere erwähnenswerte. Da sind zum einen die vielen Tiere und unsere Begebnung mit einer Klapperschlange, die glimpflich ausging. Leider sind uns wissendlich keine Schwarzbären begenet, aber ein Kojote, die beiden Braunbären, viele Vögel, Hasen, Rehe und anderes Dammwild sowie ein Haufen Insekten. Marions Highlight waren die Hörnchen, die es je nach Region in den verschiedensten Größen und Farben gibt.

Ausserhalb der Großstädte gehört auf jedem Campingplatz immer eine Grillstelle zu jedem Stellplatz. Natürlich haben wir die auch gern genutzt. Meine bevorzugte Biermarke war Budweiser, aber in dem mexicanischen Supermarkt habe ich mir auch die Marke Modelo gekauft. Das Bier war auch lecker. Marion hat dort zum ersten Mal Jalapenios gekauft. Seit dem haben sie bei keinem Frühstück gefehlt.

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