
Die Idee einer Radtour nach Vrouwenpolder hatte ich schon vor dem Urlaub in den USA. Eine Zeit lang überlegte Mark ob er mit fährt, aber es ergab sich nichts weil ich zeitlich genau auf die Betriebsferien von Astro festgelegt bin. Zu meinen Vorbereitungen gehörte die App Komoot und eine Powerbank um mein Handy lange genug betreiben zu können. Auf dem Bild ist zu sehen wie ich alles am Rad befestigt habe. Eine Woche vor dem Start hatte ich noch einen Plattfuss. Ich habe den Mantel gleich durch einen unplattbaren von Schwalbe ersetzt. Schon mit meinem alten Rad habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Außerdem habe ich Hotelzimmer in Venlo und Breda im Voraus gebucht.
Von Lindlar nach Venlo
Marions und mein Plan war das ich Mittwoch starte und wir uns Freitags auf dem Camping „de Zandput“ in Vrouwenpolder treffen. Ich startete am Mittwoch, dem 27.07.22 schon um halb acht morgens. Ich konnte noch nicht einschätzen wie gut die Navigation mit Komoot und meinem Handy funktioniert. Die App leitete mich erst mal über Engeldorf nach Dürscheid. Wer sich ein wenig auskennt weiß das dieser Weg, von Lindlar aus, der denkbar ungünstigste ist wenn man Steigungen vermeiden möchte. Auch wenn mein Ebike einen starken Motor hat, hätte ich die Strecke durch das Dürschtal bevorzugt. Aber selbst schuld, schließlich kenn ich mich aus und muss keiner App blind folgen. Danach ging es über Nebenstraßen nach Voswinkel. Man hatte eine tolle Sicht auf Köln und die ganze Rheinebene. Den Abschnitt nach Leverkusen kannte ich noch von der Tour mit den Jungs. Diesmal ging es aber gleich bei Monheim über den Rhein. Ein Stück bin ich den Fluss entlang gefahren bis nach Dormagen. Von dort ging es nach Neuss. Das ist so eine Passage die man halt hinter sich bringen muss. In Neuss leitete die App mich entlang eines kleinen Flusses und dann über Land nach Grefrath. Inzwischen war es zwölf Uhr durch und ich hatte Hunger. Die Auswahl an einem Mittwoch war nicht so groß, aber die Pizzeria, die ich fand war gut. Auf einem Schild las ich das Venlo nur noch 15 km entfernt ist. Der Weg führt durch die Venloer Heide und erst an den Verkehrsschildern merkte ich das ich schon in Holland war. Das Hotel American war schnell gefunden und ich hab erst mal den Ort erkundet. So oft war ich noch gar nicht in Venlo, aber es ist natürlich keine Unbekannte.




Von Venlo nach Breda
Das Frühstücksbuffet im Hotel war lecker und das Wetter gut. So startete ich auf die zweite Etappe nach Breda. Nachdem ich Amerika durchquert hatte ging es eine ganze Weile entlang des Wilhelminakanaal. Eine schöne Strecke und ich merkte erst in Oirschot das ich schon an Eindhoven vorbei war. In Tilburg war gerade Kirmes und so beschloss ich dort nur was süßes zu essen und erst in Breda was richtiges. Leider hatte ich das Hotel in Breda zu weit vom Centrum entfernt gewählt. Deshalb bin ich erst mal nach Breda rein und habe mir die Stadt angesehen. Wie fast jede Stadt in Holland hat sie ein lebhaftes Zentrum und sehenswerte Ecken. Das Premiere Classe Hotel ist etwas seelenlos, aber ich habe dort gut geschlafen.







Von Breda nach Vrouwenpolder
Nach dem Frühstück im Hotel habe ich mich gleich auf den Weg gemacht. Ich kam nochmal durch Breda und trank einen Kaffee. In Oudenbosch war ich echt beeindruckt von der Basilika. Ich hatte nicht damit gerechnet in der holländischen Provinz einen kleinen Petersdom zu finden. Ich machte eine Rast und kaufte mir einen Smoothie. Mein nächster Halt war schon am Meer. Es war zwar nur die Oosterschelde, aber trotzdem. Bei Anna Jacobapolder musste ich auf die Fähre nach Bruinisse warten. Bei dem Sonnenschein und der Aussicht kein großes Opfer. Die Fahrradfähre war ein umgebautes Fischerboot und die Überfahrt machte richtig Spaß. Das nächste Highlight war Zierikzee. Die Stadt ist wirklich sehenswert und mein Mittagessen, eine Fischsuppe, war sehr lecker. Über die Zeelandbrücke ging es dann nach Colijnsplaat. Ab da hätte ich keine App mehr gebraucht, aber wir waren uns sozusagen einig am Meer entlang zu fahren. Am Roompot Campingplatz von Kamperland habe ich noch eine Stop eingelegt. Der restliche Weg war ein Klacks. Um kurz nach 16 Uhr war ich am Wohnmobil wo Marion und Bruce schon warteten.








Auf Komoot gibt es auch eine interaktive Karte der Tour.