Von Kristiansand fährt die Fähre nach Hirtshals, also wird es unsere letzte Station in Norwegen. Unser Weg führte aber nicht direkt dort hin. Vom Preikestolen aus wollten wir erst mal zum Leuchtturm von Kvassheim. Eigendlich eine Strecke von knapp 70 km, aber da eine Fähre nicht fuhr, mussten wir wieder den Tunnel nach Stavanger nehmen und uns durch die Vororte kämpfen. Aber der Weg lohnt sich, am Leuchtturm ist ein kleiner Hafen und man kann an der Küste spazieren. Unser Weg führte uns dann auch zu den beiden Häuschen unter dem Fels von Helleren. Die hatten wir auf dem Hinweg nicht gefunden. Die Nacht verbrachten wir im Hafen von Borhaug. Das war ein Tip von Ellen und Kalli. Ein schöner Fleck, auch wenn wir an dem Tag die einzigen waren. Morgens bin ich zum Leuchtturm von Lista gejoggt.









Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nur wenige Km weiter fahren, zum Bobilcamp in Farsund, so heissen in Norwegen Wohnmobilstellplätze, die meist von der Gemeinde vermietet werden. In Borhaug war das auch so und man konnte Bargeld in einen Briefkasten werfen. In Farsund war die Bezahlung nur über eine App (Vipps) möglich. Da wir die nicht hatten und es Marion immer noch nicht gut ging, sind wir kurzerhand schon einen Tag früher nach Kristiansand gefahren. Während Marion sich ausruhte, habe ich mit dem Rad die Stadt erkundet. Mit Bruce war ich am Strand, der direkt vor unserem Campingplatz Roligheden liegt. Leider war das Wasser noch zu kalt zum schwimmen obwohl wir einen schönen Sommertag hatten. Am nächsten Tag ging es Marion besser und wir waren mit den Rädern in der Stadt. Auf dem Fischmarkt haben wir Fish and Chips gegessen und es gab Eis. Bruce hatte sogar sein eigenes Softeis.





Am 27.05. standen wir schon um 6 Uhr auf, denn man musste bis spätestens 7:30 Uhr an der Fähre sein. Das Check-in verlief problemlos und während der Überfahrt nach Hirthals überholten wir die Fähre von Colorline, die eine halbe Stunde vor uns gestartet war. In Hirtshals haben wir nur noch getankt und sind an diesem Tag noch bis hinter Bremen gefahren. Wir waren am Pfingstsonntag zu Mittag wieder in Lindlar.




Fazit
Norwegen hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten aber auch Glück mit dem Wetter. Die hohen Kosten sind natürlich nicht so toll, aber da man oft wild campen kann, hat man wenigstens manchmal eine Möglichkeit etwas zu sparen. Bisher ist uns noch kein Land begegnet, daß so gut für Wohnmobile ausgebaut ist. Es gibt überall Ver- und Entsorgungsstationen, viele Hinweisschilder für Wohnmobilplätze und viele Campingplätze. Die öffentlichen Toiletten sind zahlreich und sehr sauber, kein Vergleich zu unseren. (Nachtrag: Vanessa und Robin waren einen Monat nach uns dort und die Toiletten waren nicht mehr so sauber) Die Straßen sind manchmal sehr eng. Für Wohnmobile unserer Größe ist das noch kein Problem, mit größeren kann eine Fahrt aber stressig werden. In Norwegen wimmelt es von Tunneln und Fähren. Wenn man sich im Voraus, im Netz, anmeldet, soll die Maut angeblich nur die Hälfte kosten. Das hatten wir nicht gemacht, wäre aber ein Tip.
Unsere komplette Tour ist auf dieser Karte zu sehen.